Ein großes JA zu Fahrradhelmen

Auch wenn heutzutage eine Auseinandersetzung mit dem Thema Sport meist vor dem Fernseher im Wohnzimmer oder in Biergärten stattfindet, so ist doch die warme Jahreszeit für viele Menschen der zweitbeste Zeitpunkt (unmittelbar nach Neujahr), um selbst ein wenig aktiver zu werden. Und das ist gar keine schlechte Idee. Sportliche Aktivität – beispielweise der Radsport – bringt so einige gesundheitliche Vorteile mit sich. Aber auch Nachteile?

Sport ist Mord: Diesen Satz habe ich mir schon häufig anhören müssen. Da ich als Triathlet viel Zeit mit Ausdauertraining verbringe, wurde ich zum Beispiel schon häufig vor einem „Sportlerherz“ (Vergrößerung des Herzens/Verdickung der Wände durch Training) gewarnt. Auch wurde mir oft die Frage gestellt, ob ich denn keine Angst vor Verletzungen oder Sportunfällen habe. Nein, lautet dann meist meine klare Antwort. Natürlich gibt es immer wieder Berichte, zum Beispiel von Profisportlern*, die an Herzversagen starben, besonders beim Profi-Radsport, oder von dramatischen Stürzen. Doch wird im professionellen Sport oft außerhalb eines Bereichs trainiert, der als gesundheitsförderlich betrachtet werden kann. Das trifft bei mir nicht zu. Weiterlesen

Dehnen – wirksam oder nur sportliches Ritual?

Stretching vor dem Sport? Nach dem Sport? Oder am besten vor und nach dem Sport? Das Thema „Dehnen“ wird in der Wissenschaft und im Sport seit vielen Jahren heftig diskutiert. Stretching-Befürworter schwören auf die positiven Seiten des Dehnens, Kritiker berufen sich auf Studien, die diese Effekte widerlegen. Ein Cochrane-Review hat untersucht, ob Stretching vor und/oder nach dem Sport einen Muskelkater verhindern kann.

Die genaue Entstehung eines Muskelkaters ist bis heute nicht definitiv geklärt. Die Theorien zur Ursache des Schmerzes, der sich einige Stunden oder bis zu zwei Tage nach ungewohnter oder intensiver Belastung einstellt, sind vielfältig. Weiterlesen

Depressive mit Sport quälen?

Depression ist eine schwere Erkrankung. Wer jedoch keine Erfahrung damit hat, verwechselt die Depression anderer schon mal mit Antriebslosigkeit oder gar Faulheit. Tipps wie „beweg dich doch mal“ sind die Folge. Abgesehen davon, dass die Krankheit es Betroffenen teilweise unmöglich macht sich aufzuraffen, bleibt die Frage, ob Bewegung gegen Depression überhaupt hilft.

Hilflosigkeit ist furchtbar. Jemand liegt da und schafft es vor lauter Niedergeschlagenheit nicht einmal aus dem Bett. Ursache ist kein schlimmes Ereignis oder ein Problem, das bekämpft werden könnte, sondern die Krankheit Depression. Man will helfen, glaubt vielleicht, man müsse den Menschen einfach nur mal etwas an die frische Luft bringen und ihm Bewegung verschaffen. Doch das allein erweist sich oft schon als unmöglich. Weiterlesen