ADHS Medikamente: Methylphenidat als Symptom-Hemmer?

Der Arzneistoff Methylphenidat, der hinter Markennamen wie Ritalin steckt, kann Symptome wie Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) verringern. Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen sind jedoch leider keine Seltenheit. Bisher waren langfristige Risiken und der Nutzen des Wirkstoffes relativ unklar. Ein neuer Cochrane Review hat sich nun genau diesem Thema angenommen.

Methylphenidat ist der Wirkstoff, welcher bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS am häufigsten verschrieben wird. Jedoch machte schon ein in 2016 veröffentlichter Beitrag auf ‘Wissen Was Wirkt‘ deutlich, dass die Risiken und der Nutzen des ADHS-Medikamentes unklar sind, vor allem langfristig: „Methylphenidat hilft zwar, die Hauptsymptome, also Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen zu verringern, doch wie groß der Nutzen des Medikaments langfristig tatsächlich ist, kann nicht gesagt werden“, so das Fazit des Beitrags, welches sich auf einen Cochrane Review aus dem Jahr 2015 bezog. Weiterlesen

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Cochrane Kompakt – ein Übersetzungsprojekt, das weiterhilft

Es war wirklich ein Schock. Gleich an vier Stellen Karies! Dabei putzen wir doch wirklich regelmäßig und gründlich die Zähne mit unserer achtjährigen Tochter. Was machen wir falsch? Oder vielmehr: Was können wir besser machen? Eine Freundin schwört zur Vorbeugung von Karies auf fluoridhaltige Mundspülung. Aber hilft das wirklich?

Die Suchanfrage bei Google ergibt über 300 000 Treffer. Darunter finden sich neben viel Werbung auch obskure Beiträge in Foren und alle Arten von Artikeln, deren Inhalt sich häufig widerspricht.

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Umfassende gesetzliche Rauchverbote schützen Nichtraucher

Eine Zigarette oder Zigarre nach dem Festmahl gehört für viele zu einem gelungenen Festabend dazu. Auch wenn es gemütlich ist drinnen bei den Liebsten zu rauchen, sollte man sich überlegen doch lieber vor die Tür zu gehen. Denn Passivrauch schadet der Gesundheit von Nichtrauchern – ob groß oder klein.

Auch wenn über 70 Prozent der Deutschen nicht rauchen, sind viele Menschen durch Passivrauch gefährdet. Dieser birgt nämlich erhebliche gesundheitliche Gefahren. Weiterlesen

Melatonin – hilfreich bei Epilepsie?

Etwa 0,8 % der Menschen weltweit erkranken an Epilepsie, einer neurologischen Erkrankung, die häufig in den ersten beiden Lebensjahrzehnten auftritt. Mit entsprechender medikamentöser Behandlung lässt sich Epilepsie gut behandeln. Trotz bestmöglicher Therapie erleiden 30 % der Betroffenen weiterhin Anfälle. Melatonin, so der wissenschaftliche Diskurs, könne bei vielen Betroffenen die Anfallshäufigkeit senken. Ein Cochrane-Review widmete sich der Frage, wie wirksam das Hormon bei Epilepsie ist.

Gegen Schlafstörungen, Jetlag und Depression: Melatonin hat ein gutes Image. In Kanada und in den USA ist das Hormon als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und soll wahre Wunder wirken, die von Krebsvorsorge bis Kopfschmerzprophylaxe reichen. Weiterlesen

Gefährlicher Hustensaft

Eine Erkältung ist bei Kindern nicht weiter ungewöhnlich. Tritt dazu noch Husten auf, sind schleimlösende und beruhigende Medikamente meist rasch zur Hand. Chronischer Husten, der länger als vier Wochen andauert, wird oft mit Codein oder codeinhaltigen Medikamenten behandelt. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Anwendung codeinhaltiger Hustenmittel in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile verboten. In Europa sind derartige Produkte außerdem verschreibungspflichtig. Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse zum Thema? Ein Cochrane-Review hat die aktuell vorliegende Evidenz zur Wirkung von codeinhaltigem Hustensaft  geprüft.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen. Im Kindergarten oder in der Schule verbreiten sich gefürchtete Keime in Windeseile. Doch glücklicherweise geht eine „normale“ Erkältung auch rasch wieder vorbei. Weiterlesen