Hält Knoblauch die Erkältung fern?

Knoblauch soll nicht nur vor Vampiren schützen, sondern auch vor Erkältungen. Als Gewürz und Heilmittel ist Knoblauch schon seit Jahrtausenden im Gebrauch. Eine dem Knoblauch zugeschriebene Eigenschaft soll seine antibakterielle, immunsystem-unterstützende Wirkung sein. Ein Cochrane Review untersuchte die Wirkung von Knoblauch bei Erkältungen.

Die Nutzung von Knoblauch als Arzneimittel lässt sich bis in das 2. Jahrtausend vor Christus zurück verfolgen. In der traditonellen chinesischen Medizin spielt er eine große Rolle und in vielen Kulturen wurden ihm heilsame Kräfte zugeschrieben. Die weiße Knolle genießt in der Naturheilkunde großes Ansehen, die empirischen Untersuchungen zu seiner Wirksamkeit zeigen eher, dass er zwar gut schmeckt, aber seine gesundheitsfördernden Fähigkeiten nicht zu hoch eingeschätzt werden dürfen.* Weiterlesen

Vorbeugung von Diabetes Typ 2 – was wirklich hilft

Weltweit hat sich seit 1980 die Anzahl an Menschen, die an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden fast vervierfacht. Diese wird insbesondere durch einen ungesunden Lebensstil begünstigt. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung können jedoch der Entstehung von Diabetes mellitus vorbeugen oder sie verzögern. Dabei sind kombinierte Ernährungs- und Bewegungsinterventionen deutlich wirksamer als eine ausschliessliche Ernährungsumstellung oder eine alleinige Erhöhung der körperlichen Aktivität. Dies zeigte ein aktualisierter Cochrane Review.

Als Studentin kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit dem Thema „Diabetes“ bei der Diabetessprechstunde in einem Krankenhaus in Heidelberg. Hier erfuhr ich, wie schwer es Betroffenen fiel, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen und sich körperlich mehr zu bewegen – insbesondere wenn sie bereits an Übergewicht oder Adipositas litten. Es gab aber auch Erfolgsgeschichten: mit einem speziell im Krankenhaus angebotenen Bewegungs- und Ernährungs-Programm konnten einige wenige PatientInnen ihren Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich senken und über einen längeren Zeitraum auch niedrig halten. Weiterlesen

Viel Angebot, wenig Evidenz: Ernährung und Nahrungsergänzung bei Multipler Sklerose

In diesem dritten Beitrag zu Multipler Sklerose (MS) geht Übersetzerin Brita Fiess auf Reviews zum Thema Ernährung und Nahrungsergänzung bei MS ein, die sie bei einer Recherche in der Cochrane Library identifiziert hat. 

Internet, Buchläden und auch Patientenbroschüren sind generell voll von Ernährungstipps, auch für Multiple Sklerose-Patienten und Patientinnen. Doch helfen diese Ernährungsinterventionen wirklich, den Verlauf einer Multiplen Sklerose zu beeinflussen?

Neben den herkömmlichen medizinischen Behandlungen bei Multipler Sklerose (MS), die in den ersten beiden Artikeln dieser Mini-Serie zu MS und verlaufsmodifizierenden Therapien erwähnt wurden, besteht bei den Betroffenen, die ich kennengelernt habe, meist auch der Wunsch, über so genannte alternative Maßnahmen einen positiven Einfluss auf den Verlauf ihrer Erkrankung zu nehmen. Diese beinhalten unter anderem eine angepasste Ernährung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Deshalb beschloss ich, während meines Übersetzungsprojektes einen genaueren Blick auf dieses Thema und die Evidenz aus Cochrane Reviews zu werfen. Weiterlesen

5 am Tag – auch schon für die Kleinsten

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann das Risiko von Zivilisationskrankheiten langfristig senken. Daher gilt die Faustregel, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen, auch bereits für Kinder. Cochrane-Autoren wollten wissen, wie der Obst- und Gemüseverzehr bei Kindern unter 5 Jahren erhöht werden kann.

Ein hoher Obst- und Gemüseverzehr in der Kindheit kann chronische Erkrankungen im Erwachsenenalter reduzieren. Weltweit werden 2.8% der Todesfälle auf einen geringen Obst- und Gemüsekonsum zurückgeführt. Die Basis für eine dauerhaft gesunde und abwechslungsreiche Ernährung kann bereits früh geschaffen werden. Es ist leichter, sich von Anfang an gesund zu ernähren, als später im Erwachsenenalter alte Vorlieben aufzugeben oder auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Daher zielen viele Public Health-Interventionen darauf ab, bereits im Kindesalter den Früchte- und Gemüsekonsum zu erhöhen. Weiterlesen

Greifen nationale Maßnahmen gegen zu hohen Salzkonsum?

In nahezu allen Ländern essen die meisten Menschen zu viel Salz. Ein zu hoher Salzkonsum ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere für Schlaganfall. Die moderate Senkung der Salzzufuhr wäre ein wichtiger Beitrag zur Prävention von Bluthochdruck und seiner Folgekrankheiten.

Wenn wir angesehenen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) glauben, sind 5 bis 6 Gramm Salz am Tag genug. Weiterlesen