"Jacques Lameloise DSCF6580" by Jacques Lameloise - Editer par Arnaud 25 - Own work. Licensed under CC BY 3.0 via Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jacques_Lameloise_DSCF6580.jpg#/media/File:Jacques_Lameloise_DSCF6580.jpg

Portionsgrößen: Das Auge weckt die Gier

Menschen essen mehr und trinken mehr Alkohol, wenn die angebotenen Portionen oder die Teller und Gläser größer sind. Dieser Effekt ist zwar nicht riesig, könnte aber für die Gewichtsreduktion eine Rolle spielen.

Hunde sind dank ihrem wölfischen Erbe Schlingfresser, sie können in kurzer Zeit riesige Portionen verdrücken und füllen sich daher oft mit Futter bis zum Rand an, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Nur wenige Hunde halten sich im Zaum, wenn sie dauernd Futter vor der Nase haben.

Ein neuer Cochrane Review legt nahe, dass auch wir Menschen gar nicht so weit von einem Schlingfresser entfernt sind – zumindest was die Zurückhaltung bei großen Portionen angeht.

Der Griff zum großen Teller

Der Cochrane Review fasst die Ergebnisse von 72 randomisiert kontrollierten Studien zusammen und findet sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, dass große Portionen und großes Essgeschirr dazu verführen mehr zu essen. Rechnet man diesen Effekt bei jeder Mahlzeit ein, so beeinflussen Portions- und Geschirrgröße uns so, dass wir zwischen 12 und 16 Prozent mehr bzw. weniger Kalorien zu uns nehmen.

Viele der Studien unterliegen methodischen Einschränkungen, das Vertrauen in die Ergebnisse ist daher trotz der hohen Zahl an Studien nicht allzu hoch – es ist also nicht auszuschließen, dass neue Studien die Schlussfolgerungen ändern werden. Trotzdem sehen die Autoren den Cochrane Review als deutlichen Hinweis, dass es Abnehmwilligen helfen kann, wenn Essen in kleineren Portionen und auf kleinerem Geschirr angeboten wird.

 

Zum Cochrane Review

 

Bild: cc „Jacques Lameloise DSCF6580“ by Jacques Lameloise – Editer par Arnaud 25 – Own work. Licensed under CC BY 3.0 via Commons –

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2 Antworten
  1. Jadzia Dax says:

    Bei Essen kann ich das durchaus bestätigen, bei Getränken — egal, ob alkoholischen oder nichtalkoholischen — beobachte ich bei mir allerdings schon lange den genau gegenteiligen Effekt: ge kleiner das (gefüllte) Glas (ich rede jetzt mal nicht von Schnaps-, sondern von „normalen“ Gläsern =), desto schneller ist es bei mir leer und ich lege nach. Besonders bei Bier (ich trinke sonst keinen Alkohol) macht sich das bei mir bemerkbar: 0,5l (Glas oder Flasche — alles im Grünen Bereich; aber wehe es gibt nur 0,3l…! ,D

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    • Joerg Wipplinger says:

      ja, den Effekt kenn ich auch. Wobei ich mir ja gerne einbilde, das viele Getränke in kleinen Behältern besser schmecken. Man könnte über „frischer gezapft“, „besser gekühlt“ und „mehr Kohlensäure“ spekulieren, aber dafür müsste man das Phänomen erst einmal nachweisen 😉
      jw

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