Dank Salben laufen wie geschmiert?

Verstauchter Knöchel, Muskelzerrung oder Gelenksschmerzen – der erste Griff ist meist der zu einer Salbe oder einem Gel. Als Wirkstoffe kommen darin NSAIDS zum Einsatz – nicht steroidale entzündungshemmende Medikamente. Die gute Nachricht: Sie helfen tatsächlich gegen Schmerz.

Die meisten kleinen Verletzungen des Bewegungsapparates verheilen meist von selbst nach zwei bis drei Wochen, können aber in der Anfangszeit extrem schmerzhaft sein. Ein aktueller Cochrane Review hat daher untersucht, ob Salben und Gels mit NSAIDs die Schmerzen innerhalb von einer Woche deutlich zu reduzieren können.

Verglichen wurden die Salben mit Wirkstoff gegen Placebo-Salben, also solche, die keinerlei Wirkstoff enthalten. Insgesamt wurden 61 Studien von großteils hoher Qualität in den Review eingeschlossen, an denen insgesamt 8386 Personen teilgenommen haben.

8 von 10 profitieren

Die Salben mit NSAIDs zeigen eine gute Wirksamkeit, besonders Diclofenac und Ketoprofen: 7 bis 8 von zehn Personen hatten nach sieben Tagen viel weniger Schmerzen bei einer Behandlung mit einer dieser Salben– bei einer Behandlung mit Placebo waren es nur 2 bis 3 von zehn. Schwerwiegende Nebenwirkungen gab es nicht, leichte Nebenwirkungen (Hautrötungen an der Einreibestelle) waren selten.

Geringere Belastung

NSAIDs hemmen jene Prozesse, die zu Schmerzen im Gewebe führen. Sie können auch oral oder intravenös gegeben werden, aber dann wird der ganze Organismus damit belastet. Bei Salben dringt der Wirkstoff durch die Haut zu dem schmerzenden Gewebe vor, wird aber viel weniger im Rest des Körpers verbreitet. Dadurch sinkt das Risiko für Nebenwirkungen.

Details auf Cochrane kompakt

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