Lifestyle bezieht sich darauf, wie wir wählen, unser tägliches Leben zu leben. Themen wie Ernährung, Sport, oder aber auch Hobbies wie Tanzen und so weiter gehören dieser Kategorie an.

‚Räuberzeitschriften‘ und ‚Beuteverlage‘ – Verrohung der Sitten auch in der Publikationswelt?

Gerd Antes, wissenschaftlicher Vorstand der Cochrane Deutschland Stiftung, teilt in diesem kritischen Beitrag sein Wissen und seinen persönlichen Standpunkt bezüglich der Risiken von Open-Access Publikationen.

Seit Donnerstag, 19. Juli 2018, sind die deutschen Medien voll von martialischen Worten, die man im Zusammenhang mit der Publikationswelt wissenschaftlicher Arbeiten nicht erwarten würde. Auslöser ist eine umfangreiche Untersuchung durch den Norddeutschen Rundfunk (NDR), den Westdeutschen Rundfunk (WDR) und die Süddeutsche Zeitung. In dieser wurde die Autorenschaft in Zeitschriften, die seit einigen Jahren als ‚Predatory Journals‘ bezeichnet werden, genauer unter die Lupe genommen. Mit diesem Beitrag möchte ich die Thematik und den Hintergrund, der zur Entstehung von Predatory Journals führte, erörtern.

Der englische Begriff Predatory Journals ist spätestens seit Erstellung der ‚Beall´s List of Predatory Journals‘ ein Begriff für all jene, die der Vertrauenswürdigkeit von wissenschaftlichen Zeitschriften auf den Grund gehen wollen. Die deutschen Begrifflichkeiten folgten erst, als die Problematik auch in Deutschland mehr Wahrnehmung erfuhr.

 

Infobox: Was sind Predatory Journals oder Räuberzeitschriften?

Der Begriff Predatory Journal wurde vom Amerikanischen Bibliothekar Jeffrey Beall geprägt und umfasst hauptsächlich skrupulöse Online-Verlage, die Studien gegen Bezahlung durch die Autoren* kostenfrei im Netz zur Verfügung stellen. Diese Studien und Journale werden als wissenschaftlich und seriös dargestellt, ohne dass zwangsläufig ihre Qualität von unabhängigen Begutachtern (gründlich) geprüft worden ist.

Diese ‚Räuber- und Beuteaktivitäten‘ sind Folge einer Fehlentwicklung, zu deren Verständnis man sich der massiven Umwälzungen im wissenschaftlichen Publikationswesen bewusst werden muss.

Wer arm ist darf nicht lesen! – das Drama vom klassischen Publikationssystem

Im klassischen, konventionellen Publikationswesen wurden Projektberichte und -ergebnisse, Studienreports oder auch Editorials und Meinungsartikel über Verlage und deren Zeitschriften an die Leser gebracht. Dazu übergeben die Autoren ihre Texte nebst Urheberrecht an die Verlage. Für die Nutzung müssen die Zeitschriften oder die einzelnen Artikel dann von individuellen Lesern aus eigener Tasche finanziert oder von öffentlichen oder akademischen Institutionen wie z. B. Bibliotheken, abonniert oder gekauft werden. Hauptproblem dieses Finanzierungssystems war und ist, dass die Endpreise für Abonnements und Einzelkäufe immer teurer, oft gar unbezahlbar, wurden. Ein Teil der potentiellen Leserschaft wurde somit mangels Finanzkraft vollständig ausgeschlossen. Wer arm ist, kann nicht mehr lesen! Denn ein Artikel kostet im Einzelerwerb circa 36 Dollar.

Wer arm ist darf nicht publizieren! – Open Access wird teuer für Autoren

Die Kontrolle des Wissens durch private Verlage, deren überhöhte Preise und damit der eingeschränkte Zugang zum Wissen dieser Welt führte Anfang der 1990er Jahre zu einer Initiative, die unter dem Schlagwort Open Access (OA) den Umbau zum freien Zugang zur Literatur betrieb. Neben der technischen Umstrukturierung etablierte sich damit auch weltweit die Forderung, dass der Zugang zum Wissen kostenfrei sein muss. Nicht überraschend – in manch idealistischer Forderung jedoch übersehen – bedeutete dieser Schwenk einen tiefgehenden Einschnitt in die Finanzierungsstruktur der Publikationswelt. Die Last des Zahlens verlagerte sich von den Lesern auf die Autoren oder deren Arbeitgeber, das heißt, meist wissenschaftliche Institutionen. Nun kann, wer arm ist, nicht mehr schreiben! Denn eine Veröffentlichung in sogenannten OA-Zeitschriften kostet leicht über 1500 Dollar. Mit vielen Grafiken bis hin zu 5000 Dollar.

Qualität hat ihren Preis

Wie bei jeder fundamentalen Veränderung schuf diese Finanzierungsumwälzung Schlupflöcher für ‚Räuber‘. Im alten Modell rühmten sich die führenden Zeitschriften ihrer hohen Ablehnungsraten von Autoren und Artikeln, die den strengen Qualitätskriterien des Begutachtungsverfahrens (Peer Review) nicht gerecht wurden. Die Ablehnungsraten lagen zum Teil bei deutlich über 90 %. Das wurde als Qualitätsmerkmal betrachtet und gleichzeitig als Berechtigung für die hohen Preise. Skurril genug, da die Peer Reviewer ihre Arbeit umsonst machen.

Im neuen OA-Modell wurde dieses Prinzip auf den Kopf gestellt. Eine hohe Ablehnungsrate ist hier geschäftsschädigend, beschränkt es doch den eigenen Output und damit die Einnahmen. Es folgt fast zwangsläufig: Was liegt näher als die Qualitätsanforderungen zu senken? Vor allem ist dieser Schritt unvermeidlich, wenn beim beschränkten Markt der ‚seriösen‘ Autoren neue Zeitschriften auf den Markt kommen.

Finanzierungsumwälzung lässt Raum für Missbrauch

Vor diesem ökonomisch vorgezeichneten Weg dauerte es relativ lange, bis sich in diesem Feld ein großflächiger und vorsätzlicher Missbrauch offenbarte. Einzelpersonen und Firmen schufen neue Zeitschriften, die nur elektronisch existierten. Die einzigen Leistungen dieser Firmen bestanden und bestehen darin, unter Irreführung der Autoren eingereichte Texte eine gewisse Zeit brach liegen zu lassen, während der angeblich ein Turbo-Peer-Review erfolgt, um sie dann in einer professionell aussehenden Verpackung der Öffentlichkeit frei zugänglich – also OA – anzubieten.

Inzwischen gibt es eine unglaubliche Anzahl solcher Zeitschriften. Untrennbar mit dem Aufdecken dieser Entwicklung ist der Name Jeffrey Beall (siehe auch: Predatory open-access publishing) verbunden, der schon im Jahr 2008 damit begann, die unter dem Namen Beall’s List bekannte Auflistung von Predatory Journals zu entwickeln. Die Liste wies über die Jahre das rasante Wachstum dieser Art von Verlagen auf.

Gründe liegen oft näher als gedacht…

Nachdem in den Anfängen dieser Entwicklung ihr Ursprung fast ausschließlich in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen zu vermuten war (vor allem Indien und Nigeria), wurde in den letzten beiden Jahren zunehmend klarer, dass auch reiche Länder nicht verschont blieben. Im Gegenteil, sie waren in zunehmendem Maß aktiv daran beteiligt. Die Beteiligung ging nicht von bestimmten Verlagen und Zeitschriften aus, sondern auch von Autoren selbst, worauf unter anderem in der Zeitschrift Nature hingewiesen wurde.

(siehe: Stop this waste of people, animals and money; Predatory journals: Not just a problem in developing world countries; Is Canadian research falling prey to predatory journals?)

Presse greift Thema auf

Während in Kanada von Regierungs- und Wissenschaftsseite diese Entwicklung thematisiert und analysiert wurde, gab es in Deutschland bislang dazu nur konsequente Ignoranz. Erst jetzt wurde die Problematik in Presseberichten nach sehr umfangreichen, monatelangen Recherchen ans Tageslicht gebracht. Diese Pressemitteilung, zum Beispiel,
Mehr als 5000 deutsche Wissenschaftler haben in scheinwissenschaftlichen Zeitschriften publiziert“ ist in einer Fülle von Berichten, Interviews und Themensendungen aufgegriffen worden.

Auch international ist die Untersuchung aufgegriffen worden: „German Scientists Frequently Publish in Predatory Journals.

Soweit die aktuelle Entwicklung.

Die Diskussionen, die sich daraus bisher ergaben, möchte ich hier nicht aufgreifen. Das Spektrum geht von Dramatisierung bis hin zur Bagatellisierung, und ein erster Schritt muss sicherlich die Harmonisierung der Bewertungen sein.

Betonen möchte ich jedoch an dieser Stelle, dass diese Entwicklung meiner Meinung nach eine der systematisch übersehenen, unerwünschten Nebenwirkungen der Digitalisierung ist. Die technische Entwicklung erlaubt es selbst Einzelpersonen, eine professionell aussehende Zeitschrift ins Internet zu stellen, in der dann Wissenschaftler aus seriösen Institutionen arglos publizieren, ohne zu merken, auf welchem Terrain sie sich befinden.

Zu guter Letzt

Diese offene Flanke des wissenschaftlichen Publikationswesens bloßgelegt zu haben, sollte die Wissenschaft den Medien danken!

Text: Gerd Antes

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleich-ermaßen für beiderlei Geschlecht.

Weitere Informationen und Reportagen: 

ARD-Dokumentation „Fake Science. Die Lügenmacher“
TV-Dokumentation WDR
Medscape Portal (Print) Interview mit Gerd Antes
Störfaktor in der Informationsversorgung


 

 

Omega-3-Fettsäuren – doch nicht das angepriesene Herz-Wundermittel

Essen ist die beste und wirksamste Medizin, heißt es oft. Und oftmals lösen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Ernährung regelrechte „Gesundheitswellen oder –trends“ in der Bevölkerung aus. Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel schon länger hoch im Kurs und anscheinend bekannt für ihre positive Wirkung auf Herz und Hirn. Ein aktuell erschienener Cochrane Review stellt diese weitverbreitete Ansicht nun jedoch auf den Kopf.

Das Schöne an Wissenschaft ist, dass sie nichts zementiert, sondern Erkenntnisse immer wieder überprüft, bis sie sich mit ihren Mitteln so nah wie möglich der ‚Wahrheit‘ angenähert hat. Auf diesem Weg werden so manche „Irrtümer“, die vorher als selbstverständlich angenommen wurden, korrigiert. Weiterlesen

Pasta, Pizza, Pomodori – mediterrane Kost gut fürs Herz?

Für manchen Liebhaber der italienischen Küche wäre es ein Traum, regelmäßig Spaghetti oder Pizza in Begleitung eines Gläschens Rotweins verzehren zu können. Schließlich soll die mediterrane Küche gut fürs Herz sein. Doch was heißt das genau, und stimmt es auch? Ein Cochrane Review ging dieser Frage nach und untersuchte, ob die mediterrane Kost Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z. B. die koronare Herzkrankheit, sind in Deutschland weit verbreitet und stellen die häufigste Todesursache dar. Weiterlesen

Dunkle Schokoladenhasen zu Ostern

Wenn zu Ostern der Schokoladenkonsum schon explodiert, warum dann nicht mehr über das dunkle Genussmittel erfahren? Tun wir unserer Gesundheit mit Schokoladenkonsum vielleicht sogar etwas Gutes? Die Behauptung, dass dunkle Schokolade in kleinen Dosen gesundheitsfördernd sein kann, ist mittlerweile weit verbreitet. Doch worauf ist diese Aussage eigentlich zurückzuführen? Und was sagt die Evidenz?

In Deutschland werden laut Spiegel Online weit mehr Osterhasen als Weihnachtsmänner produziert und verkauft. Doch Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Vor allem dunkle Schokolade scheint in letzter Zeit einen wahren Aufwind erfahren zu haben: „Es soll gesund sein“… doch worauf beruht diese Aussage?

Schokolade, Bluthochdruck und die Kuna-Indianer

In erster Linie liegt es daran, dass dunkle Schokolade und Kakao-Produkte reich an Flavanol sind, einem chemischen Stoff, der den Blutspiegel von Stickstoffmonoxid erhöhen und so Blutgefäße erweitern kann. Flavanol hat in letzter Zeit sehr viel Interesse als mögliche Alternativtherapie bei Bluthochdruck (Hypertonie) geweckt. Bluthochdruck ist bekanntlich einer der größten Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen. Schon eine geringe Senkung des Blutdrucks kann dieses Risiko deutlich verringern. Eine Senkung von 20 mmHg des systolischen Drucks und 10 mmHG des diastolischen Drucks kann das Risiko zum Beispiel halbieren (mehr zum Thema Blutdruck hier).

Wie das Interesse, den Zusammenhang zwischen Kakaokonsum und Blutdruck tiefer zu erforschen, aufkam, ist durchaus bemerkenswert und verdient einen kurzen Exkurs. Es ist auf die Entdeckung von erstaunlich guten Blutdruckwerten – und das lebenslänglich – einer Gruppe von Ureinwohnern*, die Kuna-Indianer, die auf der San Blas Insel vor Panama, leben, zurückzuführen. Gegenüber dieser Gruppe von Indianern, die noch auf ihrem Ursprungsgebiet leben, haben nämlich diejenigen, die ihr Ursprungsgebiet verlassen haben und zum Festland gezogen sind, wesentlich höhere Blutdruckwerte und leiden auch öfter unter altersbedingtem Bluthochdruck. Die Werte der letzteren Gruppe seien in der Tat vergleichbar mit denen in unserer westlichen Bevölkerung. Ein bedeutsamer Unterschied in den Lebensgewohnheiten, der zwischen den beiden Kuna-Gruppen festgestellt wurde, war die Menge an Kakao-Konsum. Während die Insel-Bewohner 3-4 Tassen Kakao am Tag trinken, konsumieren die Festlandbewohner nur ein Zehntel davon. Andere Faktoren wie Salz-Konsum waren offensichtlich nicht für den Unterschied verantwortlich (alle hier genannten Fakten werden in diesem Cochrane Review erläutert).

Ein SchoCo-chrane Review rund um Ostern

Ein Cochrane Review, der knapp vor einem Jahr veröffentlicht wurde, fasste die Ergebnisse von 35 Studien zur Wirkung von Kakao auf den Blutdruck zusammen. Genauer gesagt wurde die Wirkung auf insgesamt 1804 hauptsächlich gesunde Erwachsene bei einem täglichen Konsum von in 1,4 bis 105 g Kakao-Produkten mit durchschnittlich 670 mg Flavanol für mindestens zwei Wochen bewertet (zur Referenz: die üblichen Tafeln, wie wir sie kennen, enthalten 100 Gramm Schokolade).

Das Fazit? Schokolade kann möglicherweise den Blutdruck leicht senken.

Das Gesamtergebnis des Reviews ergab eine sehr kleine, aber statistisch signifikante Senkung des Blutdrucks (systolisch und diastolisch, um 1,8 mmHg).

Hinzuzufügen ist, dass sieben der 35 Studien von Unternehmen, die ein kommerzielles Interesse an den Ergebnissen hatten, finanziert wurden. In diesen fiel die berichtete Wirkung etwas höher aus, was auf einen möglichen Bias hindeutet.

Die eingeschlossenen Studien waren kurz, meist von einer Dauer zwischen zwei und zwölf Wochen.

Nur wenige Teilnehmer der eingeschlossenen Studien erfuhren Nebenwirkungen. 1 % in der aktiven Interventionsgruppe beklagte sich über Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden und Abneigung gegen das Kakao Produkt im Vergleich zu 0,4 % aus der Kontrollgruppe, in der Teilnehmer kein Flavanolprodukt oder ein Produkt mit einer nur ganz geringen Menge an Flavanolen, erhielten.

Detailliertere Informationen zu den Hauptergebnissen des Cochrane Reviews finden Sie in der laienverständlichen Zusammenfassung des Reviews auf Cochrane Kompakt.

Weitere Studien vonnöten…

Die Autoren des Cochrane Reviews legten nahe, dass, um genauer bestätigen zu können, ob der regelmäßige Verzehr von flavanolreichen Kakao-Produkten vorteilhafte Wirkungen auf den Blutdruck und somit auch auf die Herzkreislauf-Gesundheit hat oder nicht, Langzeit-Studien erforderlich sind.

…und was heißt das für den Osterhasen?

Die meisten Oster-Schokoladenhasen bestehen meiner Vermutung nach aus Milchschokolade. Und wie oben schon angedeutet, ist Schokolade nicht gleich Schokolade. Dunkle Schokolade enthält einen weitaus höheren Kakao-Anteil (50 % – 85 %) als Milchschokolade (20% – 30%), die generell auch mehr Zucker enthält. Außerdem beeinflussen die unterschiedlichen Produktionsweisen den Flavanolwert im Kakao und in der Schokolade. Somit hat eine Tafel Schokolade, die 70 % Kakao enthält und von einer bestimmten Firma produziert wurde, nicht unbedingt die gleichen Flavanolwerte oder die gleiche Flavanolzusammensetzung wie die einer anderen Firma. Somit bleibt einzig und allein zu sagen, dass womöglich die alte Faustregel, alles im rechten Maß zu halten, wohl auch beim Osterhasenverzehr erstmals die Beste ist.

Text: Andrea Puhl

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beiderlei Geschlecht

Wenn Muskeln sauer werden: Helfen Antioxidantien gegen Muskelkater?

Teilweise bin ich etwas überfordert, wenn ich die Regale verschiedener Supermärkte passiere. Die Reihen an Döschen mit geheimnisvollem, aber scheinbar sehr gesundem Inhalt werden immer länger und exklusiver. Sogenannte Superfoods wie Acerola-Pulver, Chia-Samen oder Aronia-Beeren-Extrakt werben, reich an Antioxidantien zu sein. Viele Menschen kaufen diese Produkte, um ihrer Gesundheit (vermeintlich) etwas Gutes zu tun oder um einem Muskelkater nach dem Training vorzubeugen. Doch was steckt dahinter?

Zu Antioxidantien werden die Vitamine C, E und Beta-Carotin (Vitamin A) gezählt, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien oder Spurenelemente wie Zink oder Selen haben eine antioxidative Wirkung. Egal ob Vitamin, Spurenelement oder Mineral, alle haben sie gemeinsam, dass sie die Zellen des Körpers vor ‚freien Radikalen‘ schützen, indem sie diese frühzeitig an sich binden. ‚Freie Radikale‘ sind instabile Moleküle (Sauerstoffverbindungen), die mit Bestandteilen (Elektronen) unserer Zellen reagieren und diese dadurch schädigen können. Eigentlich entstehen ‚freie Radikale‘ auf natürliche Weise durch biochemische Prozesse im Körper. Aufgrund einer ungesunden Lebensweise (Nikotin, Alkohol, verarbeitete Lebensmittelprodukte) und der Umweltverschmutzung (Autoabgase, Pestizide, Ozonlöcher) wirken ‚freie Radikale‘ vervielfacht von innen wie außen auf die Zellen unseres Körpers und verursachen sogenannten ‚oxidativen Stress‘. Frühzeitige Hautalterung, Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten die Folgen sein, wenn nicht ausreichend Antioxidantien vorhanden sind, um diese ‚freien Radikale‘ abzufangen. Weiterlesen