Anekdoten sind kein zuverlässiger Wirksamkeitsbeleg

Dies ist der zweite einer Reihe von 34 Blog-Artikeln, der sich auf die Schlüsselkonzepte zur besseren Bewertung von Aussagen zu Behandlungen bezieht, die vom IHC-Projekt (Informed Health Choices) entwickelt wurden.

Personen können ganz unterschiedlich auf die gleiche Behandlung reagieren…

Jeder Mensch ist einzigartig. Unterzieht sich ein Mensch einer medizinischen Behandlung oder Intervention , so kann sich die Interaktion zwischen seinem Körper und der Behandlung entweder als gesundheitsfördernd oder als schädlich erweisen. Diese Interaktion zwischen Körper und Behandlung könnte bei der einen Person deutlich anders aussehen als bei der anderen, auch wenn es sich um die gleiche Behandlung handelt. Weiterlesen

Behandlungen können schaden

Dies ist der erste einer Reihe von Blog-Artikeln, der sich auf die Schlüsselkonzepte zur besseren Bewertung von Aussagen zu Behandlungen bezieht, die vom IHC (Informed Health Choices) Projekt entwickelt wurden. Jeder Blog-Artikel erklärt eines dieser Schlüsselkonzepte, um Aussagen zu Wirkungen von Behandlungen besser verstehen und einordnen zu können.

Behandlungen können schaden : Das ist einer der ersten und wichtigsten Gründe, warum wir Behandlungen prüfen müssen. Denn das zweite Prinzip der medizinischen Ethik lautet: Nicht-Schaden.

Es mag zwar selbstverständlich erscheinen, aber viele Beispiele aus der Geschichte haben gezeigt, dass Personen durch Behandlungen geschädigt oder sogar getötet werden können, wenn kein evidenz-basierter Ansatz verfolgt wird. Nur wenige wirksame Behandlungen sind zu 100 % sicher und die Hersteller werden immer wieder mögliche schädliche Wirkungen runterspielen (verschweigen) und bei Vorteilen übertreiben. Behandlungen werden oft nicht ausreichend überprüft oder Daten zu unerwünschten Ereignissen nicht richtig aufgenommen oder berichtet. Weiterlesen

Scheinstatistik – stellt die Wahrheit in den Schatten

Aus Fehlern lernt man, besagt eine alte Weisheit. Stimmt das auch, wenn man die Fehler nicht selbst macht? Wir glauben schon. Immerhin hat schon der österreichische Philosoph Karl Popper das Grundprinzip seiner Wissenschaftstheorie als trial and error bezeichnet − also aus den Fehlversuchen zu lernen. Im folgenden Beitrag geht der Statistiker Erich Kvas auf einige der häufigsten Statistik-fehler ein.

Gewusst wie bzw. wie nicht

Bei statistischen Auswertungen kann es passieren, dass WissenschaftlerInnen sich falsch entscheiden und früher oder später in einem ausgetrockneten Flussbett anstatt an der Quelle der Erkenntnis ankommen. Manche entscheiden sich sogar bewusst für die falsche Methode, weil ihre Interessen nicht hauptsächlich wissenschaftlicher Natur sind und sie statistische Methoden dazu missbrauchen, die Ergebnisse zu erzeugen, die sie erreichen möchten. Die richtige Anwendung der Methode ist also ausschlaggebend dafür, dass man zur Erkenntnis gelangt.

Häufige Fehler im Bereich Statistik hängen mit der falschen Anwendung der Methoden und der Fehlinterpretation von Auswertungen zusammen. Als AnwenderIn von Statistik aber auch als LeserIn von Studien ist es wichtig, diese zu erkennen. Hier ein paar Beispiele: Weiterlesen

Living systematic reviews – immer am aktuellsten Stand der Forschung

Es ist aufwändig, systematische Reviews auf dem aktuellen Stand der Forschung zu halten. Bisher werden Reviews, wenn überhaupt, nur in bestimmten Zeitabständen aktualisiert. Eine Gruppe von WissenschaftlerInnen hat sich einen neuen Ansatz überlegt, wie Reviews aktuell bleiben können.

Systematische Reviews verlieren mit der Zeit an Aktualität. In Fachgebieten in denen sehr viel Forschung betrieben wird (z.B. Krebsforschung) kann ein Review schnell überholt sein. Für LeserInnen ist es schwierig zu erkennen, wann Reviews zu alt sind, um den Ergebnissen vertrauen zu können. Denn ohne eine Suche in Literaturdatenbanken und anderen Quellen kann man kaum feststellen, ob es neue, relevante Studien gibt, die der Review noch nicht berücksichtigt hat. Und selbst wenn neue Studien gefunden werden, ist es ohne Durchführung einer Meta-Analyse häufig nicht ersichtlich, ob diese neuen Studien die Ergebnisse des bestehenden Reviews verändern. Weiterlesen

Qualität bei Gesundheitsinformationen ist möglich

Fragwürdige Gesundheitsinformationen haben im Internet Hochkonjunktur. Objektive Angebote davon zu unterscheiden ist alles andere als leicht. Eine neue App will helfen und bietet ausschließlich Informationen vertrauenswürdiger Anbieter.

Medizinische Laien haben es ziemlich schwer, im Internet gute Gesundheitsinformationen zu finden. Wer etwa mit triefender Nase Dr. Google oder Dr. Bing nach „Schnupfen behandeln“ fragt, wird mit einer langen Liste an Treffern erschlagen. Dabei machen die Suchmaschinen keinen Unterschied zwischen evidenzbasierten Informationen und Seiten, die bloß Werbung enthalten.

Bei manchen der gefundenen Empfehlungen merken Ratsuchende hoffentlich, dass es sich um medizinischen Unsinn handelt: etwa die Ratschläge von heilpraxis.de, für 24 Stunden nichts zu trinken und sich gleichzeitig körperlich zu betätigen, oder aber ein Glas Wasser mit verdünnter Jodtinktur zu trinken.

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