COPD: Die Lunge frei atmen?

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen oder COPD beinträchtigen die Lungenfunktion und somit die Atmungskapazität von Betroffenen und bedürfen medikamentösen Therapien. Zusätzlich werden immer häufiger ‚alternative‘ Methoden angewandt, um medikamentöse Therapien zu unterstützen. Alternative Therapieformen sind oft darauf ausgerichtet, den Atemrhythmus zu verbessern oder die Atmung zu unterstützen. Was sagt die Evidenz zu einigen dieser Optionen?

Wir bleiben Mensch bis zum letzten Atemzug. Dies hat mein Vater mir zuletzt in einem seiner weisen Momente gesagt. Stimmt – und mehr noch: Es zeigt, wie bedeutsam der Atem für uns ist, und auch, wie verletzlich wir sein können, wenn der Atem stockt. Menschen, die unter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung leiden, sind oft auch kurzatmig. Bei vorhandener Kurzatmigkeit oder Atemnot – auch als Dyspnoe bezeichnet – hat der Betroffene das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen und nicht tief genug einatmen zu können. In der Folge atmen sie sehr schnell und das Atmen erfordert eine große Anstrengung. Auf Grund dessen liegt es nahe zu vermuten, dass Atemtraining oder -Gymnastik auch eine positive Wirkung auf bestehende Kurzatmigkeit hat. Weiterlesen

COPD: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und wie wirksam sind diese?

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder COPD betrifft zunehmend mehr Menschen weltweit. Bis zum Jahr 2030 wird allein in Deutschland mit einem Anstieg auf 7,9 Millionen COPD-Erkrankte gerechnet. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, üblicherweise werden medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien kombiniert. Neben der Rauchentwöhnung ist meist eine medikamentöse Behandlung zwingend erforderlich. Welche Medikamentengruppen gibt es und welche Kombination ist für die Therapie von COPD am wirksamsten? Dies war Fragestellung verschiedener Cochrane Reviews.

Michael, einer meiner besten Bekannten, ist Langzeitraucher. Seit ich ihn kenne, hustet er ständig, – für mich klingt es nach einem ‚pfeifenden und krachenden‘ Auswurf – und das in letzter Zeit verstärkt. ‚Blöder Raucherhusten‘, ist schon lange seine übliche Ausrede. Husten, Auswurf und stetig zunehmende Atemnot (die sogenannten AHA-Symptome) können aber auch auf eine COPD hinweisen. Daher wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, dass Michael seinen Husten von einem Arzt* untersuchen lässt. Dies umso mehr, da COPD in den meisten Fällen das Ergebnis einer jahre- bis jahrzehntelangen Zigarettenrauchexposition ist. Weiterlesen

COPD – lebensbedrohlich und weit verbreitet

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, oder kurz COPD (vom Englischen‚ ‚Chronic Obstructive Pulmonary Disease‘), eine stetig fortschreitende, lebensbedrohliche Erkrankung, die im Jahr 2015 zu 3,17 Millionen Toten (das entspricht 5 % aller Todesfälle weltweit in 2015) geführt hat. COPD nimmt weltweit zu und wird von vielen jetzt schon als Volkskrankheit bezeichnet. Dennoch kennen viele Menschen die Erkrankung nicht. Aufgrund der Brisanz des Themas möchten wir im Folgenden eine kurze Übersicht zum Krankheitsbild und zu verfügbarer Cochrane Evidenz geben.

Vor kurzen habe ich mich aus purem Interesse zu einem Atemtraining-Schnupperkurs angemeldet. Atemtechniken sind ein großer Bestandteil meiner Yogakurse und ich wollte mehr darüber lernen. So trug ich mich auf die Kursliste ein, ohne an jegliche Erkrankung zu denken. Weiterlesen

Herzschwäche: Hilft körperliche Aktivität?

Herzschwäche – auch Herzinsuffizienz genannt – ist ein weltweit zunehmendes gesundheitliches Problem. Sie wirkt sich bei den Betroffenen* unter anderem negativ auf ihre Belastungsfähigkeit, ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität und auf die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten aus. Herzschwäche ist auch eine der weltweit häufigsten Todesursachen. Ein Cochrane Review untersuchte, ob Bewegung den betroffenen Menschen helfen kann, die Symptome zu lindern.

Röchelnd und schwer atmend endeten in letzter Zeit immer öfters die sportlichen Aktivitäten einer Freundin. Beim Joggen nahmen ihre Leistungen stetig ab und sie fühlte sich zunehmend schwächer. Sie begründete dies mit dauerhaftem Stress und erschien immer seltener zu unseren gemeinsamen Lauftreffs. Und dies obwohl sie mit 40 Jahren eigentlich recht jung, sportlich und kerngesund schien. Da keine Besserung eintrat, riet ich ihr einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellte nach zahlreichen und teils sehr aufwendigen Untersuchungen die Diagnose ‚Herzinsuffizienz’. Weiterlesen

Omega-3-Fettsäuren – doch nicht das angepriesene Herz-Wundermittel

Essen ist die beste und wirksamste Medizin, heißt es oft. Und oftmals lösen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Ernährung regelrechte „Gesundheitswellen oder –trends“ in der Bevölkerung aus. Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel schon länger hoch im Kurs und anscheinend bekannt für ihre positive Wirkung auf Herz und Hirn. Ein aktuell erschienener Cochrane Review stellt diese weitverbreitete Ansicht nun jedoch auf den Kopf.

Das Schöne an Wissenschaft ist, dass sie nichts zementiert, sondern Erkenntnisse immer wieder überprüft, bis sie sich mit ihren Mitteln so nah wie möglich der ‚Wahrheit‘ angenähert hat. Auf diesem Weg werden so manche „Irrtümer“, die vorher als selbstverständlich angenommen wurden, korrigiert. Weiterlesen