Dehnen – wirksam oder nur sportliches Ritual?

Stretching vor dem Sport? Nach dem Sport? Oder am besten vor und nach dem Sport? Das Thema „Dehnen“ wird in der Wissenschaft und im Sport seit vielen Jahren heftig diskutiert. Stretching-Befürworter schwören auf die positiven Seiten des Dehnens, Kritiker berufen sich auf Studien, die diese Effekte widerlegen. Ein Cochrane-Review hat untersucht, ob Stretching vor und/oder nach dem Sport einen Muskelkater verhindern kann.

Die genaue Entstehung eines Muskelkaters ist bis heute nicht definitiv geklärt. Die Theorien zur Ursache des Schmerzes, der sich einige Stunden oder bis zu zwei Tage nach ungewohnter oder intensiver Belastung einstellt, sind vielfältig. Weiterlesen

Eiskalt erwischt – wem nützt Kältetherapie?

Intensives Training oder sportliche Überlastung bringt häufig Muskelschmerzen oder Muskelkater mit sich. Für Leistungssportler sind diese Beschwerden ein Hindernis, denn sie gefährden die im Profisport geforderte Höchstform. Sportmediziner empfehlen gegenwärtig die Ganzkörper-Kältebehandlung, um Muskelkater zu behandeln und diesem vorzubeugen. Aber ist diese Therapie tatsächlich wirksam? Ein Cochrane-Review hat die Wirkung untersucht.

Muskelkater kennt fast jeder. Er äußert sich in Muskelschmerzen nach intensiver oder ungewohnter körperlicher Belastung. Weiterlesen

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Wohin mit den Fahrradfahrern?

Radfahren ist umweltschonend, gesund und auf kurzer Strecke in den meisten Städten mit Abstand am schnellsten. Doch wohin mit den Radlern – auf eine eigene Spur, eine eigene Fahrbahn, einfach auf die Straße oder gar auf den Fußweg? Dabei geht es nicht nur um die Frage, wo sie am besten vorwärts kommen, sondern auch um die Frage, wo sie am ehesten unverletzt bleiben.

 Wie unser aktueller Blogshot zeigt, ist die Frage aus der Perspektive der Verletzungsgefahr nicht zu beantworten – es fehlt schlicht an guter Forschung. Weiterlesen

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Von der Schlange gebissen: weltweiter Gegengift-Vorrat geht zur Neige

Manche medizinische Behandlungen sind so offensichtlich wirksam, dass eine wissenschaftliche Überprüfung im Rahmen von randomisierten, kontrollierten Studien nicht sinnvoll erscheint. Es wäre unethisch, einem Teil der Studienteilnehmer die wirksame Therapie in einer klinischen Vergleichsstudie vorzuenthalten. Dazu gehören Gegengifte, die Patienten nach dem Biss einer Giftschlange möglichst schnell verabreicht werden.

In einem im Juni veröffentlichten Cochrane Review konnte entsprechend auch keine randomisierte Studien gefunden werden, die die Wirksamkeit von Gegengiften bei einer der tückischsten Folge von Schlangenbissen untersucht hätte, einem Totalausfall der Blutgerinnung (sogenannte Verbrauchskoagulopathie). Weiterlesen