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Was ist schon absurd?

Manche Therapien widersprechen allem was wir in der wissenschaftlichen Medizin wissen. Brauchen wir trotzdem Studien, um deren Wirksamkeit beurteilen zu können?

Wenn es keine Studien zu einer Frage gibt, lässt sich die Frage nicht evidenzbasiert beantworten. Das beste verfügbare Wissen ist dann: Unklarheit. Jedenfalls haben wir das bisher bei medizin-transparent.at so gehandhabt – der Informationsplattform, auf der wir Leseranfragen zu Gesundheitsthemen beantworten. Das führt gelegentlich zu seltsamen Ergebnissen: Eigenurintherapie – Wirksamkeit unklar. Schüßler Salze – Wirksamkeit unklar. Petroleum gegen Krebs – Wirksamkeit unklar. Weiterlesen

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Rehabilitation nach Bandscheibenoperationen

Herausgerutschte oder vorgefallene Bandscheiben gelten als die häufigste Ursache von Beinschmerzen bei einem eingeengten Nerv im unteren Rücken. Häufig hilft nur eine Operation, aber was folgt dann?

Mein Vater, mein Bruder, meine Tante – Bandscheibenoperationen gehören bei uns zur Familientradition. Zwar ist die Stichprobe in der Verwandtschaft nicht groß genug für eine Studie, aber immerhin groß genug um zu sehen, wie unterschiedlich sich die Schmerzen nach der Operation entwickeln können: von „so gut wie schmerzfrei“ bis zu chronischem Leiden ist alles dabei. Weiterlesen

Englisch und andere Sprachbarrieren

In einer globalisierten Welt, ist es sinnvoll, Informationen in einer gemeinsamen Sprache auszutauschen. In der Wissenschaft ist diese Sprache Englisch. Doch dadurch sind noch lange nicht alle Kommunikationsprobleme aus der Welt geschafft. Cochrane versucht daher, wichtige Erkenntnisse in möglichst vielen Sprachen bekannt zu machen.

Wer in der Wissenschaft arbeitet, hat sich mehr oder weniger damit abgefunden, dass die Sprache der Wissenschaft Englisch ist. Fachartikel werden auf Englisch publiziert und diskutiert, die Arbeitssprache internationaler Teams ist Englisch. Englisch hat sich aus praktischen, vor allem aber auch aus historischen Gründen erfolgreich durchgesetzt, wie es dieser Artikel knapp beschreibt. Weiterlesen

Weniger ist manchmal mehr – Choosing wisely

Nichts zu tun, kann die beste medizinische Entscheidung sein. Aber woher sollen wir wissen, was zu viel ist? Die Initiative „Choosing Wisely“ („weise entscheiden“) gibt Tipps und zeigt welche medizinischen Verfahren oft unnötig eingesetzt werden.

Es gibt mindestens drei gute Fragen, die jeder seiner Ärztin oder seinem Arzt vor einer Behandlung fragen sollte: Kann die Behandlung schädlich sein? Gibt es Evidenz, dass die Behandlung wirkt? Ist die Behandlung nötig? Weiterlesen

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Kaugummi als Verdauungshilfe

Nach einer Bauchoperation kann die Verdauung schon mal still stehen, was zu einer schmerzhaften Darmlähmung oder einem Darmverschluss führt. Ein aktueller Cochrane Review hat eine simple Therapie untersucht: Kaugummikauen.

Kaugummis sind das perfekte Täuschungsmanöver: Den anderen wird frischer Atem vorgetäuscht und der eigenen Körper verwechselt es mit Nahrungsaufnahme – und aktiviert daher beim Kaugummikauen das Verdauungssystem. Dieser Mechanismus lässt sich medizinisch nutzen, um nach Bauchoperationen schmerzhafte Komplikationen zu vermeiden. Weiterlesen