Durch Gruppen-Zirkeltraining nach Schlaganfall wieder schneller auf die Beine?

 

Der Name sagt es: ein Schlaganfall tritt in aller Regel „schlagartig“ auf, meist ohne erkenntliche Vorboten. Und versursacht dabei häufig Einschränkungen und Behinderungen, die alles andere als schlagartig wieder weggehen und oftmals einer langwierigen Rehabilitation bedürfen.

Während in Deutschland jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden, sind in der Schweiz durchschnittlich 12.000Menschen jährlich hiervon betroffen. Ein Schlaganfall ist eine akute Schädigung von Teilen des Gehirns, die entweder durch eine Minderdurchblutung (durch Gefäßverschluss) oder eine Hirnblutung verursacht werden kann. Abhängig von Art, Ort und Ausdehnung kann ein Schlaganfall zu erheblichen Behinderungen führen. Zu den häufigsten Folgen gehören halbseitige Lähmungen, Sprachstörungen, Beeinträchtigungen des Gleichgewichts sowie Gefühls- und Wahrnehmungsstörungen. Diese Beeinträchtigungen können die Durchführung alltäglicher Aktivitäten wie das Anziehen, Einkaufen und Essen oder Treppensteigen und damit die gesellschaftliche Teilhabe an sozialen Anlässen und Freizeitaktivitäten und das Ausüben eines Berufes erheblich erschweren oder gar unmöglich machen. Weiterlesen

Gute Studien zu Pflege und Therapie trotz knapper Ressourcen

In diesem Beitrag stellt Gastblogger Dr. Sebastian Voigt-Radloff, Mitarbeiter bei Cochrane Deutschland und Koordinator für Forschungskapazitätsbildung im Bereich Pflege, Physio-, Ergo- und Logotherapie, ein neues Modell zur Vorbereitung von Wirksamkeitsstudien vor.

Jeder hat Anspruch auf wirksame Pflege und Therapie. Studien zur Wirksamkeit nichtmedikamentöser Maßnahmen werden jedoch bisher kaum gefördert. Wie kann man dennoch die Forschung in diesem Bereich voranbringen, um die Qualität der Versorgung zu sichern? Praxisbasierte Forschungsnetzwerke bieten eine mögliche Lösung.

In Deutschland arbeitet viermal mehr Gesundheits- und Krankenpflegepersonal (über 1,6 Mio) an Patienten, als ÄrztInnen es tun (ca. 0,4 Mio). Auch andere Gesundheitsfachberufe wie Hebammen, PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen oder LogopädInnen haben einen erheblichen Anteil an der Gesundheitsversorgung (siehe dazu die Tabelle Gesundheitspersonal nach Alter, Beschäftigung und Beruf). Weiterlesen

Neue Hüfte – was nun?

Um nach einer Implantation eines „künstlichen Hüftgelenks“ möglichst rasch wieder beweglich zu werden und Komplikationen zu verhindern, stehen Betroffenen eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung. Erhöhte Toilettensitze oder Haltegriffe, aber auch Anleitungen zu hüftschonenden Bewegungen sind nur einige davon. Ein Cochrane-Review stellt die Frage: lohnen sich derartige Maßnahmen tatsächlich?

Mit zunehmendem Alter steigt bei vielen Menschen die Wahrscheinlichkeit, eine schmerzhafte Abnützung des Hüftgelenks (Hüftgelenksarthrose) zu erleiden. Um sich im Alltag weiterhin schmerzfrei bewegen zu können Weiterlesen

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Deutschsprachige Cochrane-Inhalte zur Physiotherapie

Seit Frühjahr 2014 übersetzt eine Gruppe von derzeit acht Physiotherapeuten die Zusammenfassungen von Cochrane Reviews. Mit der 50. Übersetzung haben sie kürzlich eine ansehnliche Jubiläumszahl erreicht.

Dank dem freiwilligen Einsatz sind auf Cochrane kompakt  50 deutsche Übersetzungen von Zusammenfassungen zu lesen, die eine direkte Relevanz für die physiotherapeutische Praxis in Deutschland haben. Weiterlesen