Cochrane – was steckt dahinter?

Zur Arbeit von Cochrane tragen mittlerweile über 37.000 Menschen aus 130 Ländern bei. Wie organisiert sich ein so großes Netzwerk und wer gibt hier die Richtung an? Seit Jahresbeginn sind Direktoren von Cochrane Deutschland, Cochrane Österreich und Cochrane Schweiz in den internationalen Entscheidungsgremien von Cochrane vertreten. Ein Anlass für uns die Strukturen und das Management des Netzwerks einmal näher vorzustellen.

Cochrane wurde 1993 von Ian Chalmers und einer rund 70-köpfigen Gruppe internationaler WissenschaftlerInnen gegründet. Ihr Ziel war es verlässliche, evidenzbasierte Informationen in Form von systematischen Reviews im Gesundheitswesen zu erstellen. Seitdem ist viel passiert. Inzwischen wirken mehr als 37.000 Menschen bei Cochrane mit. Der Großteil von ihnen sind enthusiastische und engagierte Gesundheitsfachleute, die als AutorInnen von Cochrane Reviews wissenschaftliche Studien zu vorher bestimmten Fragestellungen suchen und zusammenfassen. Diese Reviews sollen ausgewogene und evidenzbasierte Grundlagen für gesundheitsrelevante Entscheidungen schaffen. Fast alle AutorInnen arbeiten unbezahlt an den Reviews – ihre Motivation ist die Versorgungsqualität zu optimieren. Als gemeinnützige und unabhängige Organisation akzeptiert Cochrane keine finanzielle Förderung, die mit Interessenskonflikten behaftet sein könnte.

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cc Johann Jaritz

Apotheken und die EBM

Vom 26. bis 28. Juni fand in Pörtschach am Wörthersee die Sommerakademie der österreichischen Apotheker statt. Das Programm dafür wurde gemeinsam mit Cochrane Österreich gestaltet, Schwerpunkt war die Evidenzbasierte Medizin (EBM). Ein Informationsfluss fand in beide Richtungen statt. Ein Erfahrungsbericht.

Apotheken sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis an der die Erkenntnisse der EBM konkret angewandt werden können. Entsprechend freuten wir, von Cochrane Österreich, uns über die Einladung, das Programm der Sommerakademie der Apotheker mitzugestalten. Weiterlesen