Antibiotika bei Kaiserschnitt: besser vorher als hinterher

Im Jahr 2015 kam fast jedes dritte Kind in Deutschland, Österreich und der Schweiz per Kaiserschnitt zur Welt. Doch das Infektionsrisiko beim Kaiserschnitt ist wesentlich höher als bei natürlichen Geburten. Ist der vorbeugende Einsatz von Antibiotika sinnvoll?

Kaiserschnitt – eine Operation mit Risiken

Der Kaiserschnitt (auch Sectio genannt) gilt als Routineoperation: Das Neugeborene wird nicht vaginal geboren, sondern meist nach einem sogenannten Pfannenstiel-Schnitt im Unterbauch der Mutter entbunden. Wie bei jeder Operation besteht immer ein gewisses Risiko einer Infektion. Verglichen mit der vaginalen Geburt, steigt das Risiko einer Infektion für die Mutter bei einer Kaiserschnittentbindung um das Fünffache. In der Tat, stelle eine Kaiserschnittentbindung den stärksten Risikofaktor für Infektionen nach der Geburt dar. Weiterlesen

Anete Lusina

Dein Arzttermin am Telefon: sind Mediziner ausreichend dafür geschult?

1879 ist das Jahr, in dem  das erste, oder zumindest das erst-dokumentierte, Beratungsgespräch zwischen Arzt und Patient am Telefon stattgefunden hat. Das ist eine Weile her. Heute finden mehr als 25% aller medizinischen Beratungen, auch populär Telemedizin, Telekonsultation oder telefonische Fernbehandlung genannt, am Telefon statt.

Doch werden Ärzte und Ärztinnen ausreichend auf diese oft sehr sensible und schwierige Form der Kommunikation vorbereitet? Weiterlesen

Umfassende gesetzliche Rauchverbote schützen Nichtraucher

Eine Zigarette oder Zigarre nach dem Festmahl gehört für viele zu einem gelungenen Festabend dazu. Auch wenn es gemütlich ist drinnen bei den Liebsten zu rauchen, sollte man sich überlegen doch lieber vor die Tür zu gehen. Denn Passivrauch schadet der Gesundheit von Nichtrauchern – ob groß oder klein.

Auch wenn über 70 Prozent der Deutschen nicht rauchen, sind viele Menschen durch Passivrauch gefährdet. Dieser birgt nämlich erhebliche gesundheitliche Gefahren. Weiterlesen

ADHS-Medikamente – Risiken und Nutzen sind unklar

Kinder sitzen nicht gern still und haben einen stärkeren Bewegungsdrang als Erwachsene. Beginnt das Kind jedoch an seiner Hyperaktivität zu leiden und ist es in der Schule stark unkonzentriert, könnte ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) vorliegen. Von Fachärzten werden betroffenen Kindern Medikamente verschrieben, die die Substanz Methylphenidat (z.B. Markenname „Ritalin“) enthalten. Doch hält der Wirkstoff tatsächlich, was Ärzte versprechen und Eltern erhoffen?

Es klingt einfach und plausibel. Der kleine Zappelphilipp nimmt auf Rezept des Facharztes für Psychiatrie täglich eine Tablette ein und damit sind Schulprobleme und Konzentrationsstörungen Geschichte. Weiterlesen