Unter diese Rubrik fallen Themen die ganze Gesellschaften betreffen können, wie Epidemien, Trends, usw.

COPD – lebensbedrohlich und weit verbreitet

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, oder kurz COPD (vom Englischen‚ ‚Chronic Obstructive Pulmonary Disease‘), eine stetig fortschreitende, lebensbedrohliche Erkrankung, die im Jahr 2015 zu 3,17 Millionen Toten (das entspricht 5 % aller Todesfälle weltweit in 2015) geführt hat. COPD nimmt weltweit zu und wird von vielen jetzt schon als Volkskrankheit bezeichnet. Dennoch kennen viele Menschen die Erkrankung nicht. Aufgrund der Brisanz des Themas möchten wir im Folgenden eine kurze Übersicht zum Krankheitsbild und zu verfügbarer Cochrane Evidenz geben.

Vor kurzen habe ich mich aus purem Interesse zu einem Atemtraining-Schnupperkurs angemeldet. Atemtechniken sind ein großer Bestandteil meiner Yogakurse und ich wollte mehr darüber lernen. So trug ich mich auf die Kursliste ein, ohne an jegliche Erkrankung zu denken. Weiterlesen

Wer hilft wie bei psychischen Gesundheitsproblemen?

Dieser Beitrag wurde von Kai Nitschke, einem deutschen Psychologen, verfasst und bezieht sich auf die Lage in Deutschland.

In Deutschland leidet beinahe jeder* Dritte an einer psychischen Krankheit [1]. Demnach kommt fast jeder im Laufe seines Lebens auf die eine oder andere Art entweder direkt oder indirekt mit psychischen Störungen in Kontakt. Trotz der Allgegenwärtigkeit dieser Störungen herrscht oft Unklarheit über den richtigen Ansprechpartner bei psychischen Problemen.

Den meisten Menschen ist klar, dass sie bei Atemwegserkrankungen einen Hals-Nasen-Ohren-Facharzt oder bei Zahnschmerzen einen Zahnarzt aufsuchen. Bei psychischen Problemen ist für sie der richtige Ansprechpartner nicht ganz so eindeutig. Verschiedene Berufsgruppen wie Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten klingen zwar ähnlich, weisen aber andere Schwerpunkte, Ausbildungshintergründe und Kenntnisse auf. Weiterlesen

Unterschätzt: Selbstmord bei Studierenden

Zum Anlass des jährlichen internationalen Suizidpräventionstag am 10.September möchte auch Wissen Was Wirkt das seit jeher tabuisierte und unterschätzte Thema des Selbstmords in den Vordergrund rücken.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt sich alle 40 Sekunden ein Mensch das Leben. Bei jungen Menschen zwischen 15-29 Jahren ist Selbstmord die zweithäufigste Todesursache. Auch unter Studierenden ist die Prävalenzrate hoch. Ein Cochrane Review von 2014 untersuchte deshalb die Wirkung von Programmen zur Vorbeugung von Selbstmord bei Studierenden. Was kam dabei heraus?

Selbstmord kommt erschreckend häufig vor

Formal versteht man unter Selbstmord eine bewusste, absichtliche Handlung, die das eigene Leben beendet. Weltweit ist bei 1.4 % aller Todesfälle Selbstmord die Ursache, und die Häufigkeit, mit der Menschen zu dieser finalen Handlung greifen, ist auch in Europa erschreckend hoch. So nahmen sich 2015 56.000 Europäer* das Leben, darunter 10.200 Deutsche. In absoluten Zahlen lag Deutschland in dem Jahr an der Spitze, in relativen Zahlen knapp über dem europäischen Durchschnitt mit 12 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner. In der Schweiz waren es im selben Jahr 13 und in Österreich 14 pro 100.000 Menschen. In Deutschland rangiert Suizid bei den häufigsten Sterbeursachen an 8. Stelle und ungefähr doppelt so viele Menschen verlieren ihr Leben durch Suizid als durch Verkehrsunfälle. Weiterlesen

Herzschwäche: Hilft körperliche Aktivität?

Herzschwäche – auch Herzinsuffizienz genannt – ist ein weltweit zunehmendes gesundheitliches Problem. Sie wirkt sich bei den Betroffenen* unter anderem negativ auf ihre Belastungsfähigkeit, ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität und auf die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten aus. Herzschwäche ist auch eine der weltweit häufigsten Todesursachen. Ein Cochrane Review untersuchte, ob Bewegung den betroffenen Menschen helfen kann, die Symptome zu lindern.

Röchelnd und schwer atmend endeten in letzter Zeit immer öfters die sportlichen Aktivitäten einer Freundin. Beim Joggen nahmen ihre Leistungen stetig ab und sie fühlte sich zunehmend schwächer. Sie begründete dies mit dauerhaftem Stress und erschien immer seltener zu unseren gemeinsamen Lauftreffs. Und dies obwohl sie mit 40 Jahren eigentlich recht jung, sportlich und kerngesund schien. Da keine Besserung eintrat, riet ich ihr einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellte nach zahlreichen und teils sehr aufwendigen Untersuchungen die Diagnose ‚Herzinsuffizienz’. Weiterlesen

Wenn Worte scheitern, spricht Musik: Musiktherapie bei Demenz

Circa 10 Millionen Menschen werden jährlich mit der Diagnose Demenz konfrontiert, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die genauen Zahlen kennen wir nicht, da vor allem in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen viele Menschen, die unter Demenz leiden, nie eine offizielle Diagnose erhalten. Es ist zu erwarten, dass die Anzahl an Demenz-Erkrankten aufgrund der weltweit alternden Bevölkerung zukünftig steigen wird. Die Suche nach wirksamen Therapien und Behandlungen wird daher zunehmend wichtiger. Cochrane untersuchte in einem aktualisierten Review die Wirksamkeit von musikbasierten Behandlungen bei Demenz.

Immer mehr Menschen weltweit sind von Demenz betroffen. Die bisher bekannten Zahlen könnten sich laut WHO bis zum Jahr 2050 noch verdreifachen und von 50 auf 152 Millionen Erkrankte ansteigen. Weiterlesen